Ein Veranstalter, sehr keck und krass,
getrieben von Eitelkeit und Gier,
wollt' für lau den Fetenspaß,
hoffte drauf, dass nix passiert,
Aufs vermeintlich Gutgeplante spekuliert,
wollt' er die Stadt aus Angeln hebeln,
und's sei sehr sicher installiert,
so wollt' er die Jugend ködern, knebeln,
an den teuren Trank- und Fressverbrauch,
zu füllen seine Börse, auch Wohlstandsbauch,
ließ er sperren das Gelände,
durch engen Tunnel sollt' die Menge,
Doch tragisch tödlich ging es aus,
ungeahnt nahm's Gedränge auf,
an Fahrt schob man sich geradeaus,
durch des Tunnels schmalen, dunklen Lauf,
Gewaltig war der Ansturm, wie ein Lindwurm,
schlängelt' sich der heftige Zulauf,
Mancher nahm Quetschen auch in Kauf,
Menge geriet aus dem Tritt nun,
Die Panik brach aus, verschaffte sich Bahn,
alles geriet in einen wilden Wahn,
das Unglück nahte mit sicherem Zahn,
und so es zum Tottreten kam,
20 Opfer hat man wohl gezählt,
Hunderte (Schwer-)Verletzte zählen zur Bilanz,
das kommt, wenn Lokalität falsch man wählt,
und von purer Arroganz fataler Ignoranz,
So läuft's, will einer sich bereichern,
auf Kosten der Menschen, schamlos, ohn' Mitgefühl,
die Opfer liegen in Gräbern,
ihnen kann keiner mehr helfen,
und ihre Qual mildernd erleichtern,
kühl war wohl dies Marketingkalkül,
Und: klärt man Schuldigkeit in Bälde?,
Die Opfer macht nichts/niemand mehr lebendig,
doch bitt' Letztes ich inständig:,
Schuldige in den Knast, in Haft,
und dann Trauerarbeit und nie mehr Paradelove!
gmx.de(c) 1999-2009 e-Stories.de Jörg Schwab
Für Beiträge von unseren Besuchern und Links auf Seiten ausserhalb der Domain "www.e-stories.de" übernehmen die Betreiber von e-Stories.de keine Haftung.